Freezing Control in Raw Fishery Products

Gefrierkontrolle bei rohen Fischereierzeugnissen

Wissenschaftliche Belege und Technologien zur Sicherung der Lebensmittelsicherheit

Der Verzehr roher Fischereierzeugnisse ist mit bestimmten biologischen Gefahren verbunden, wobei die wichtigste das Vorhandensein von Nematodenlarven der Gattung Anisakis ist. Da diese Produkte keiner Hitzebehandlung unterzogen werden, hängt ihre Sicherheit ausschließlich von der wirksamen Inaktivierung der Parasiten durch das Einfrieren und der Aufrechterhaltung einer ununterbrochenen Kühlkette ab.

Von der Gesetzgebung zur Praxis

Gemäß der Verordnung (EG) 853/2004 müssen Fischereierzeugnisse, die zum rohen oder fast rohen Verzehr bestimmt sind, bei -20 °C für mindestens 24 Stunden oder bei -35 °C für 15 Stunden eingefroren werden, um sicherzustellen, dass sie frei von Parasiten sind, wie es vorgeschrieben ist. Diese Spezifikation bezieht sich nicht auf die Lufttemperatur, sondern auf die Temperatur des Produkts selbst, die im gesamten Fischanteil erreicht werden muss. Die wissenschaftlich korrekte Auslegung lautet, dass die erforderliche Temperatur am dicksten Teil (Kern) des Produkts erreicht und aufrechterhalten werden muss, also an dem Punkt, der am langsamsten abkühlt und der kritische Faktor für die erfolgreiche Inaktivierung der Parasiten ist.

Anisakiasis: Gesundheitsrisiken bei unsachgemäßem Einfrieren

Eine unsachgemäße Anwendung des Einfrierprozesses ermöglicht das Überleben der Larven von Anisakis, was zu Anisakiasis führen kann. Das klinische Bild der Krankheit umfasst zwei Hauptformen:

  1. gastrointestinale Invasion, mit plötzlichen Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen, und
  2. immunologische Überempfindlichkeit, die sich als Urtikaria oder, in seltenen Fällen, als anaphylaktische Reaktion äußern kann.

Die korrekte Anwendung des Einfrierens ist die einzige wirksame Vorbeugemaßnahme.

anisakis

Warum manuelle Kontrollen nicht ausreichen

Die Konformität kann nicht angemessen durch handschriftliche oder gelegentliche Temperaturmessungen dokumentiert werden, da diese nur momentane Werte erfassen und keine Aufschlüsse über mögliche Temperaturschwankungen oder Unterbrechungen im Einfrierprozess geben. Für Produkte, die keiner weiteren Hitzebehandlung unterzogen werden, ist die kontinuierliche Erreichung und Aufrechterhaltung der erforderlichen Temperatur eine nicht verhandelbare Sicherheitsvoraussetzung.

Smarte Temperatur-Datenlogger

In diesem Zusammenhang sind moderne Temperatur-Datenlogger wie HAM ThermoSense ein unverzichtbares Werkzeug für Unternehmen, die rohe Fischereierzeugnisse verarbeiten. Mit kontinuierlicher Aufzeichnung rund um die Uhr, automatischen Benachrichtigungen, Speicherung der Temperaturhistorie und zentraler Überwachung mehrerer Kühleinheiten liefern solche Systeme objektive Belege für die Konformität mit der Verordnung (EG) 853/2004.

freezer temperatures thermosense

Die Einführung dieser Technologien ist kein Luxus mehr, sondern eine Notwendigkeit für jedes moderne Gastronomieunternehmen, das rohe Fischereierzeugnisse verwendet. Sicherzustellen, dass der Einfrierprozess ohne jegliche Abweichung angewendet wird, schützt die öffentliche Gesundheit, stärkt die Glaubwürdigkeit des Unternehmens und stellt einen grundlegenden Bestandteil eines verantwortungsvollen und wissenschaftlich fundierten Betriebs dar.

Über die Autorin: Anastasia Panagopoulou ist Lebensmitteltechnologin und Qualitätsberaterin, Mitglied der P.E.T.E.T., spezialisiert auf Lebensmittelsicherheit, HACCP-Systeme und Risikomanagement in Gastronomie- und Produktionsunternehmen.
Kontaktdaten: [email protected] , (+30) 695 1700 480

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